Nichtdispersive Infrarottechnologie (NDIR)

Die nichtdispersive Infrarottechnologie (NDIR) nutzt einen Breitbandstrahler, der im Infrarot (IR) sendet und alle für die Messung einer bestimmten Gruppe von Gasen interessanten Wellenlängen abdeckt, sowie optische Bandpassfilter, die genau diejenigen IR-Wellenlängen durchlassen, auf denen ein konkretes Gas Infrarotenergie absorbiert. Die Abbildung zeigt die IR-Spektren typischer Benzinmotorabgase.

Mathematical Model Derived from Actual Spectrographic Data
Abbildung: Aus spektrografischen Daten abgeleitetes mathematisches Modell


Jeder Bandpassfilter ist mit einem Infrarotsensor (IR-Detektor) gekoppelt. Der Detektor erzeugt ein Signal, das proportional zu der Energiemenge ist, die das zu messende Gas im Infrarot absorbiert. Dieses Signal wird elektronisch verarbeitet. Die aus dem Signal gewonnenen Angaben über die Gaskonzentration werden in den gewünschten technischen Maßeinheiten ausgegeben.
 

NDIR-Technologie von Andros

Als Erstausrüster (OEM-Lieferant) stimmt Andros seine NDIR-Technik auf die speziellen Anforderungen typischer Messanwendungen ab. Dazu werden die für die Messung geeigneten optischen Bandpassfilter ausgewählt. Unser Ziel ist es, NDIR-Technologie zu entwickeln, die ohne Abstriche bei Leistung, Qualität und Zuverlässigkeit serienmäßig hergestellt werden kann – und das zu überschaubaren Kosten für unsere Kunden.
 


Hauptmerkmale der Andros-Technik:
 

  • Hohe Reproduzierbarkeit über Produktionsserien hinweg 
  • Automatische Vorprüfung, Einrichtung, Kalibrierung und Endkontrolle 
  • Klar definiertes Kommunikationsprotokoll erleichtert die Entwicklung von HOST-Software 
  • Minimaler kundenseitiger Aufwand beim Feldeinsatz 
  • Wartungsfreundlich dank modularer Funktionalität 
  • Konform zu aktuellen internationalen Normen und Richtlinien wie z. B. RoHS 
  • Hergestellt in Übereinstimmung mit ISO 9001: 2000 und ISO 13485 
     

Die Hauptkomponenten unserer Technik sind die Infrarotquelle, die optimierten optischen Bandpassfilter, stabile Referenzfilter und wohldefinierte Ansprechkurven für jedes zu messende Gas.

Unsere NDIR-Technik arbeitet mit einem einzelnen Strahlengang, kommt ohne kostspielige Spiegel aus und erfordert keine Ausrichtung, Fokussierung oder Mehrpunkt-Feldkalibrierung.
 



Die automatische Kalibrierprozedur kann über die Anpassung einer Ansprechkurve unter Korrektur von Gaskanalinterferenzen die einzelnen Gaskanäle vollständig charakterisieren. Diese Prozedur wird bei verschiedenen Temperaturen durchgeführt, um die Temperaturkoeffizienten der einzelnen Kanäle zu bestimmen. Nach erfolgreicher Kalibrierung werden die Daten der Eichkurve und die Kompensationskoeffizienten im Flashspeicher der Einheit abgelegt.